In klassischen Prozessketten durchläuft ein komplexes Werkstück häufig mehrere Stationen: zunächst Drehen, anschließend Fräsen, Bohren oder eine weitere Bearbeitung auf einem separaten CNC-Fräszentrum. Zwischen diesen Schritten muss das Bauteil entnommen, transportiert, neu gespannt, ausgerichtet und gegebenenfalls erneut vermessen werden. Das kostet nicht nur Zeit.
Jede zusätzliche Aufspannung verändert die Bezugssituation des Werkstücks. Das kann sich auf Lage- und Formtoleranzen, Rundlauf und Koaxialität, Maßhaltigkeit, Prozesswiederholbarkeit, Rüstzeit, Durchlaufzeit, Personalaufwand, Zwischenlagerung und das Ausschussrisiko auswirken.
Ein CNC-Dreh-Fräszentrum führt mehrere dieser Operationen in einem Maschinenraum zusammen. Haupt- und Gegenspindel, Frässpindel, Werkzeugmagazin beziehungsweise Revolver sowie zusätzliche Linear- und Rotationsachsen ermöglichen je nach Maschinenkonzept eine weitgehende Komplettbearbeitung.
Die wirtschaftliche Frage lautet deshalb nicht „Wie viele Achsen besitzt die Maschine?“, sondern „Wie viele bisher getrennte Arbeitsschritte können wir sicher in einen kontrollierten Prozess überführen?“
Bei Assemblean beginnt die Auslegung deshalb bei Ihrer Fertigungsaufgabe. Werkstückabmessungen, Spannlagen, Bearbeitungsanteile, benötigte Werkzeuge, Toleranzen und Losgrößen bestimmen, welche Maschinenarchitektur sinnvoll ist. Eine technisch umfangreichere Maschine ist nicht automatisch die wirtschaftlichere Lösung.