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Short Shot (Unterspritzung)Lexikon
DeutschKurzdefinitionDie Fliehkraft, auch Zentrifugalkraft genannt, ist eine scheinbare Kraft, die in einem rotierenden System auftritt, und nach außen wirkt. Die Fliehkraft entsteht, wenn sich ein Körper mit Trägheit in einer Kreisbahn bewegt. Im Maschinenbau als auch z.B. in der Automobilindustrie wird die Fliehkraft ermittelt, wenn Kurvenfahrten oder Funktionsweisen von Zentrifugen ermittelt werden müssen. Sie hängt von der Masse, der Rotationsgeschwindigkeit und dem Radius der Kreisbahn ab.

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Short Shot (Unterspritzung)Ein Short Shot bzw. eine Unterspritzung bezeichnet einen unvollständig gefüllten Formhohlraum, der bei der Herstellung von Spritzgussteilen entsteht, wenn der Hohlraum nicht vollständig mit Kunststoffschmelze ausgefüllt wird. In der Folge können fehlende Bereiche oder unvollständige Konturen am Bauteil auftreten. In den meisten Fällen liegen die Ursachen in einem zu geringen Einspritzvolumen, einem zu niedrigen Einspritzdruck oder einer zu geringen Einspritzgeschwindigkeit. Auch eine zu niedrige Werkzeug- oder Schmelztemperatur sowie Fließhindernisse im Werkzeug können die vollständige Füllung verhindern. Zu weiteren potenziellen Einflussfaktoren zählen unter anderem eine unzureichende Entlüftung sowie lange Fließwege und ungünstige Materialeigenschaften.
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DehngrenzeDehngrenze, auch Streckgrenze genannt, beschreibt den Punkt, an dem ein Material dauerhaft verformt bleibt. Sobald nach Entfernen der Belastung die Dehnung des Materials erhalten bleibt, ist die Dehngrenze erreicht. Je höher die Dehngrenze eines Materials ist, desto widerstandsfähiger ist es gegen dauerhafte Verformung. In der Regel wird die Dehngrenze in Megapascal (MPa) gemessen, und üblicherweise wird dabei die 0,2% Dehngrenze (Rp 0,2) ermittelt, d.h., wo das Material eine dauerhafte Dehnung von 0,2% besitzt.
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Elastizitätsmodul (E-Modul)Das Elastizitätsmodul (E-Modul) beschreibt die Verformbarkeit eines Materials. Hierbei wird die Fähigkeit ermittelt, wie sich das Material unter Belastung elastisch verformen kann. Je höher das Elastizitätsmodul, desto größer ist auch die Steifigkeit, sprich das Material lässt sich schlechter verformen. Typische steife Materialien sind häufig bestimmte Stahlsorten. Gemessen wird das E-Modul in Pascal (Pa) und ist ein fundamentaler Messwert für sämtliche Konstruktionen in Maschinenbau.
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EXW (Incoterms)Die internationale Handelsklausel EXW (Ex Works) ist Teil der Incoterms (International Commercial Terms), und besagt, dass der Verkäufer seine Lieferpflicht erfüllt, sobald er die Ware an seinem Standort zur Abholung zu Verfügung gestellt hat. Daher wird diese Art der Lieferung auch "ab Werk" genannt. Der Verkäufer ist für Transport und Versand somit nicht verantwortlich, sodass die Logistik und die Kosten der Käufer selbst übernehmen muss. Solch eine Art der Lieferung eignet sich besonders dann, wenn der Käufer bereits über ein großes bestehendes Logistiknetzwerk verfügt bzw. ausreichende Erfahrung und Ressourcen für die logistische Abwicklung besitzt.
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SteifigkeitDie Steifigkeit beschreibt die Eigenschaft, dass sich ein Material auch unter Belastung einer dauerhaften Verformung widersetzen kann. Ermittelt wird dies z.B. durch das E-Modul oder G-Modul. Die Steifigkeit ist ein wichtiger Indikator für die Stabilität und Funktionalität von Bauteilen, da Materialien mit einer hohen Steifigkeit auch bei starker Belastung ihre ursprüngliche Form beibehalten.
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VerformungenVerformungen werden definiert als Formabweichungen von Spritzgussteilen, die nach dem Entformen auftreten und dazu führen, dass sich das Bauteil entweder verzieht oder seine Sollgeometrie nicht einhält. Dies kann sowohl die Funktion als auch die optische Qualität beeinträchtigen. Ausgelöst wird dies in der Regel durch ungleichmäßige Schwindungen und Spannungen im Bauteil, die während des Abkühlens entstehen. Die Ursachen für diese Phänomene können in unterschiedlichen Wandstärken, ungleichmäßigen Kühlungsvorgängen oder einer unausgewogenen Formfüllung liegen. Zu den begünstigenden Faktoren zählen insbesondere zu hohe Verarbeitungstemperaturen, unzureichender Nachdruck, eine ungünstige Werkzeugauslegung sowie materialbedingte Eigenschaften wie anisotrope Schwindung.
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